Venus Williams enttäuscht nicht, scheidet aber aus
VENUS WILLIAMS ENTTÄUSCHT NICHT. Es hätte für Venus Williams in der Night Session am Montagabend im Arthur Ashe Stadium ein Desaster werden können. Doch die 45-jährige Ikone des Tennis lieferte in ihrem ersten Grand-Slam-Match seit zwei Jahren - und erst vierten in diesem Jahr - eine starke Leistung. Die Siegerin des US Open von 2000 und 2001 (!) startete zwar nervös, lieferte der als Nummer 11 gesetzten Karolina Muchova, Halbfinalistin der letzten beiden Jahre, aber einen grossen Kampf. Erst im dritten Satz konnte sich die Tschechin so richtig absetzen und am Ende nach genau zwei Stunden 6:3, 2:6, 6:1 triumphieren. Nach einigen Operationen, zuletzt im letzten Sommer an der Gebärmutter, und einer Immunerkrankung, zeigte sich die ältere der Williams-Schwestern absolut konkurrenzfähig. Es wird spannend zu sehen sein, ob sie ihr Comeback nun fortführt.
ALCARAZ GEGEN AUFSCHLAGRIESEN SOUVERÄN. Bei den Männern meisterte Carlos Alcaraz die potenziell tückische Startaufgabe gegen den 2,11 m grossen Hünen Reilly Opelka (ATP 67) sehr souverän. Die Weltnummer 2 brachte gegen den Aufschlagriesen nicht einmal ein Tiebreak, sondern gewann 6:4, 7:5, 6:4. In nun neunzehn Grand-Slam-Turnieren seit Beginn seiner Karriere hat der 22-jährige Spanier noch nie in der 1. Runde verloren.
BENCIC GEGEN LI. Mittlerweile kennt auch Belinda Bencic ihre erste Gegnerin in der 2. Runde. Sie trifft am Mittwoch erstmals in ihrer Karriere auf Ann Li (WTA 58). Tipps kann sie sich bei ihrer Teamkollegin Viktorija Golubic einholen. Diese verlor in Wimbledon gegen die schnell, aber unkonstant spielende Amerikanerin.
SWITOLINA FRÜH AUSGESCHIEDEN. Bencic ist im Übrigen die bestklassierte verbliebene Mutter im Feld. Die als Nummer 12 gesetzte Ukrainerin Jelina Switolina, ebenfalls Mutter einer Tochter, scheiterte in der 1. Runde überraschend und klar an der Ungarin Anna Bondar (WTA 97).