National League

Zerfallserscheinungen beim EHC Biel

24. Februar 2024, 22:49 Uhr
Biels Headcoach Petri Martikainen ist nach dem 0:5 in Rapperswil bedient
© KEYSTONE/MANUEL GEISSER
Der EHC Biel verliert bei den Rapperswil-Jona Lakers 0:5 und droht auseinander zu fallen. Das sind die Fakten der sechs Partien vom Samstag.

Auf das 2:5 am Freitag daheim gegen Fribourg-Gottéron folgte eine desolate Bieler Leistung in Rapperswil. Biel lag schon nach 32 Minuten 0:5 zurück. Die Seeländer agierten undiszipliniert (sechs Zweiminutenstrafen) und kassierten zwei Gegentore in Unterzahl. Letzte Saison verpasste Biel den Meistertitel erst im siebenten Playoff-Final gegen Servette. Drei Runden vor Schluss rangiert Biel aktuell bloss noch auf Platz 10, zwei Punkte vor den SCL Tigers, die am Sonntag vorbeiziehen können. Fünf verschiedene Akteure schossen die fünf Treffer für die Lakers.

Servette verschenkt Punkte

Auch Genf-Servette bangt um sein Playoff-Ticket. Im ersten Spiel nach dem gewonnenen Champions-League-Final feierten die Genfer beim SC Bern mit 5:4 nach Penaltyschiessen einen wichtigen Sieg, konnten sich aber dennoch nicht richtig darüber freuen. Servette traf ins leere Tor zum 4:2, führte bis 80 Sekunden vor Schluss 4:2, kassierte aber gegen sechs Berner Feldspieler noch zwei Gegentore. Diese Gegentreffer kosteten Servette zwei Punkte. Servette bestreitet bis Ende Saison noch zwei Partien mehr als Bern oder Lugano. Für den SCB erzielte Captain Simon Moser (34) sein erstes Tor seit 25 Spielen und seit dem 4:2-Sieg über Lugano am 24. November.

Ambris Heimstärke

Der HC Ambri-Piotta verbesserte seine Ausgangslage dank seiner Heimstärke. Die Leventiner besiegten Davos 2:1 und feierten den fünften Sieg in den letzten sechs Spielen in der Gottardo-Arena. Michael Spacek und Laurent Dauphin brachten Ambri innerhalb von 155 Sekunden im zweiten Abschnitt 2:0 in Führung. Davos gelang durch Joakim Nordström nur noch der Anschlusstreffer. Ambri ist der Sieger der Runde: Die Tessiner überholten Biel und schlossen punktemässig zu Meister Servette auf.

Gottérons Heimniederlage

Alles andere als heimstark präsentiert sich gut zwei Wochen vor den ersten Playoff-Partien der HC Fribourg-Gottéron. Die Freiburger verloren gegen Ajoie 0:1. Matteo Romanenghi erzielte das einzige Tor des Abends in der 45. Minute. Gottéron verlor zuletzt Heimspiele gegen Zug, die SCL Tigers und Ajoie und besiegte in den letzten vier Wochen einzig die ZSC Lions mit 2:1 nach Penaltyschiessen in einem Heimspiel. Ajoie präsentiert sich gegen Saisonende wieder stark verbessert: In den letzten fünf Runden schlugen die Ajoulots Biel und Freiburg und punkteten gegen die SCL Tigers und die ZSC Lions.

Wieder Balcers

Die ZSC Lions stoppten im Spitzenspiel des Tages dank Rudolfs Balcers den Lauf von Lausanne. Der Lette, der in den vorangegangenen Spielen gegen Rapperswil-Jona und Ajoie als dreifacher Vorbereiter aufgefallen war, erzielte bei Zürichs 3:1-Heimsieg zweieinhalb Minuten vor Schluss das 2:1. Für Lausanne, das am Sonntag von Zug wieder vom 3. Platz verdrängt werden könnte, war es die erste Niederlage nach vier Siegen. Die Lions bauten ihren Vorsprung an der Spitze auf sieben Punkte aus und stehen kurz vor dem Qualifikationssieg.

Ein Tor

Dem EHC Kloten gelang im Heimspiel gegen Lugano ein zweites Tor im Monat Februar. Dominik Diem erzielte es in der 29. Minute zum 1:0 für die Zürcher Unterländer. Letztlich siegte Lugano dank des Ausgleichs von John Quenneville (der schon am Freitag getroffen hatte) und eines verwerteten Penaltys von Arttu Ruotsalainen mit 2:1 nach Penaltyschiessen. Kloten verlor zum sechsten Mal hintereinander; Lugano siegte zum vierten Mal de suite.

Matchtelegramme:

Bern - Servette 4:5 (1:1, 1:0, 2:3, 0:0) n.P.

16'385 Zuschauer. - SR Borga/Kohlmüller, Schlegel/Wolf. - Tore: 15. (14:15) Bader (Loeffel, Kahun/Powerplaytor) 1:0. 16. (15:39) Manninen (Hartikainen, Lennström) 1:1. 37. Moser (Honka, Bader) 2:1. 45. Jooris 2:2. 51. Lennström (Miranda) 2:3. 59. (58:11) Bertaggia (Manninen) 2:4 (ins leere Tor). 59. (58:40) Schild (Sablatnig) 3:4. 60. (59:16) Luoto (Vermin) 4:4 (ohne Torhüter). - Penaltyschiessen: Winnik -, Baumgartner 1:0; Lennström -, Honka -; Hartikainen 1:1, Kahun -; Praplan 1:2, Scherwey -; Manninen -, Nemeth 2:2; Baumgartner -, Praplan -; Loeffel -, Winnik -; Baumgartner -, Hartikainen -; Honka -, Manninen -; Moser -, Filppula 2:3. - Strafen: je 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Kahun; Manninen.

Bern: Reideborn; Untersander, Nemeth; Loeffel, Kreis; Honka, Kindschi; Pokka, Maurer; Lehmann, Baumgartner, Scherwey; Vermin, Kahun, Luoto; Fahrni, Bader, Moser; Sablatnig, Ritzmann, Schild.

Genève-Servette: Olkinuora; Le Coultre, Chanton; Lennström, Karrer; Jacquemet, Berni; Völlmin; Praplan, Filppula, Pouliot; Miranda, Jooris, Winnik; Hartikainen, Manninen, Bertaggia; Cavalleri, Maillard, Berthon; Guignard.

Bemerkungen: Bern ohne Knight und Sceviour (beide verletzt), Genève-Servette ohne Richard, Rod (beide verletzt) und Vatanen (krank). Bern von 58:02 bis 58:11 und 59:02 bis 59:16 ohne Torhüter.

ZSC Lions - Lausanne 3:1 (1:0, 0:1, 2:0)

11'787 Zuschauer. - SR Lemelin/Mollard, Obwegeser/Duc. - Tore: 3. Rohrer (Zehnder, Grant) 1:0. 29. Riat (Frick/Unterzahltor!) 1:1. 58. (57:30) Balcers (Malgin) 2:1. 59. (58:58) Grant 3:1 (ins leere Tor). - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 9mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Malgin; Suomela.

ZSC Lions: Hrubec; Lehtonen, Geering; Trutmann, Christian Marti; Weber, Kukan; Phil Baltisberger, Riedi; Andrighetto, Malgin, Balcers; Frödén, Lammikko, Hollenstein; Rohrer, Grant, Zehnder; Chris Baltisberger, Sigrist, Schäppi.

Lausanne: Pasche; Glauser, Djoos; Heldner, Frick; Pilut, Aurélien Marti; Jelovac, Genazzi; Kovacs, Suomela, Rochette; Riat, Fuchs, Sekac; Bozon, Jäger, Raffl; Hügli, Almond, Kenins.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Harrington (überzähliger Ausländer), Lausanne ohne Haapala, Perrenoud (beide verletzt) und Salomäki (überzähliger Ausländer). Lausanne von 58:34 bis 58:58 ohne Torhüter.

Ambri-Piotta - Davos 2:1 (0:0, 2:0, 0:1)

6775 Zuschauer (ausverkauft). - SR Piechaczek/Hürlimann, Fuchs/Urfer. - Tore: 31. Spacek (Virtanen, De Luca) 1:0. 33. Dauphin (Lilja, Spacek/Powerplaytor) 2:0. 46. Nordström (Wieser, Stransky/Powerplaytor) 2:1. - Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Spacek; Stransky.

Ambri-Piotta: Juvonen; Heed, Zaccheo Dotti; Virtanen, Pezzullo; Wüthrich, Isacco Dotti; Terraneo; Bürgler, Heim, Pestoni; De Luca, Spacek, Dauphin; Zwerger, Landry, Lilja; Grassi, Kostner, Kneubuehler; Douay.

Davos: Aeschlimann; Dominik Egli, Dahlbeck; Guebey, Näkyvä; Fora, Jung; Minder, Barandun; Frehner, Corvi, Bristedt; Ambühl, Nordström, Nussbaumer; Stransky, Rasmussen, Gredig; Wieser, Chris Egli, Parrée.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Fohrler (gesperrt) und McIsaac (überzähliger Ausländer), Davos ohne Knak, Prassl, Schneeberger (alle verletzt) und Mustonen (überzähliger Ausländer). Davos ab 59:05 ohne Torhüter.

Fribourg-Gottéron - Ajoie 0:1 (0:0, 0:0, 0:1)

9075 Zuschauer (ausverkauft). - SR Urban/Dipietro, Kehrli/Gurtner. - Tor: 45. Romanenghi (Thiry) 0:1. - Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Sörensen; Audette.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Dufner; Grégoire, Borgman; Sutter, Streule; Seiler; Sörensen, Wallmark, Mottet; Holzer, Walser, Jörg; Binias, Bertschy, Marchon; Sprunger, Schmid, DiDomenico.

Ajoie: Wolf; Fey, Brennan; Birbaum, Zgraggen; Thiry, Pilet; Garessus, Devos, Romanenghi; Münger, Gauthier, Audette; Hazen, Frossard, Timaschow; Sciaroni, Rundqvist, Bozon; Arnold.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Bykow (verletzt) und De la Rose (überzähliger Ausländer), Ajoie ohne Fischer, Scheidegger, Schmutz, Sopa (alle verletzt), Asselin und Gelinas (beide überzählige Ausländer). Fribourg-Gottéron ab 58:08 ohne Torhüter.

Rapperswil-Jona Lakers - Biel 5:0 (2:0, 3:0, 0:0)

4936 Zuschauer. - SR Stricker/Hungerbühler, Stalder/Steenstra. - Tore: 17. Moy (Schroeder) 1:0. 20. (19:43) Noreau (Frk/Powerplaytor) 2:0. 21. (20:09) Cervenka (Wetter) 3:0. 24. Lammer (Moy) 4:0. 33. Frk (Cervenka/Powerplaytor) 5:0. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 8mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Cervenka; Rajala.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Aebischer, Djuse; Noreau, Maier; Gerber, Leslie; Baragano; Zangger, Wetter, Cervenka; Moy, Schroeder, Lammer; Wick, Alge, Frk; Forrer, Taibel, Cajka; Hornecker.

Biel: Säteri; Jakowenko, Grossmann; Rathgeb, Lööv; Stampfli, Forster; Schläpfer, Reinhard; Sallinen, Heponiemi, Kessler; Hofer, Haas, Hischier; Brunner, Cunti, Rajala; Tanner, Bärtschi, Bachofner.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Albrecht, Capaul, Connolly, Dünner, Jensen, Rask (alle verletzt), Meyer und Vouardoux (beide krank), Biel ohne Burren, Christe, Christen, Delémont, Künzle (alle verletzt) und Olofsson (krank).

Kloten - Lugano 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:0) n.P.

6035 Zuschauer. - SR Wiegand/Eriksson, Huguet/Gnemmi. - Tore: 29. Diem (Marc Marchon, Ojamäki) 1:0. 33. Quenneville (Alatalo, Carr) 1:1. - Penaltyschiessen: Ruotsalainen 0:1, Simic -; Arcobello -, Smirnovs -; Carr -, Morley -; Joly -, Ojamäki -; Andersson -, Profico -. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Kloten, 2mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Ang; Thürkauf.

Kloten: Metsola; Reinbacher, Steve Kellenberger; Sidler, Profico; Nodari, Sataric; Hinder; Simic, Morley, Marc Marchon; Ang, Aaltonen, Ojamäki; Meyer, Diem, Derungs; Obrist, Smirnovs, Lindemann; Loosli.

Lugano: Koskinen; Andersson, Mirco Müller; Jesper Peltonen, Alatalo; Hausheer, Wolf; Snellman; Joly, Thürkauf, Carr; Zanetti, Ruotsalainen, Cormier; Fazzini, Arcobello, Quenneville; Aleksi Peltonen, Verboon, Canonica; Cjunskis.

Bemerkungen: Kloten ohne Beaulieu, Ramel, Schreiber und Steiner (alle verletzt), Lugano ohne Gerber, Granlund, Guerra, Morini, Marco Müller, Patry, Schlegel, Walker (alle verletzt), Kempe, LaLeggia und Tennyson (alle überzählige Ausländer).

Quelle: sda
veröffentlicht: 24. Februar 2024 22:49
aktualisiert: 24. Februar 2024 22:49
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