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Noah Lyles gewinnt Top-Duell von Weltklasse Zürich

Leichtathletik

Noah Lyles gewinnt Top-Duell von Weltklasse Zürich

28. August 2025, 20:18 Uhr
Geschafft: Noah Lyles nach dem hart erkämpften Sieg über 200 m
© KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER
Noah Lyles gewinnt beim Diamond-League-Final von Weltklasse Zürich das Top-Duell des Abends. Über 200 m gelingt ihm der Sieg über den Olympiasieger Letsile Tebogo aus Botswana.

Lyles setzte sich im leichten Gegenwind in 19,74 Sekunden durch. Allerdings leistete der Schnellstarter Tebogo mehr Widerstand als erwartet, zumal es im Vorfeld Fragezeichen um seine Fitness gab. Diese Zweifel räumte der Afrikaner mit 19,76 Sekunden eindrücklich aus dem Weg. Erst auf den letzten Metern wurde er abgefangen.

Lyles, der Weltmeister und Olympiasieger über 100 m, will in Tokio wie schon an den Weltmeisterschaften 2023 das Double schaffen. Aber ein Selbstläufer wird das nicht werden.

Cordell Tinch setzte aus internationaler Sicht ein weiteres Glanzlicht. In 12,92 Sekunden gelang dem Amerikaner über 110 m Hürden eine Top-Zeit. Tinch distanzierte die Konkurrenz, unter ihnen den viertklassierten Jason Joseph, um zwei Zehntel und mehr. Bereits im Regen von Lausanne, der in Zürich entgegen der Prognosen fehlte, hatte er die 13-Sekunden-Marke unterboten.

Der 25-jährige Tinch ist ein vielseitiger Sportler, der sich auch im Football oder in der Leichtathletik im Hoch- und Weitsprung versucht hat. Eine Medaille an einem Grossanlass fehlt ihm aber noch. In Tokio soll es nun Gold sein - alles andere wäre eine Enttäuschung. Tinch hatte zu Saisonbeginn mit Blick auf die US-Trials bereits 12,87 Sekunden erreicht. Mit dem erneuten Formaufbau wird in Japan womöglich der Weltrekord (12,80) aus dem Jahr 2012 fallen.

Im 100-m-Lauf der Frauen liess die Olympiasiegerin Julien Alfred keine Zweifel über ihren Formstand offen, nachdem sie Mitte Saison hatte pausieren müssen. Die Frau von der Karibik-Insel St. Lucia siegte in 10,76 Sekunden überlegen.

Den 100-m-Sieg der Männer holte sich Christian Coleman. Für den Amerikaner ist dieser Erfolg aber nur ein Trostpreis. Denn er hat sich an den US-Trials nicht für Tokio qualifiziert und er erhält als Sieger der Diamond League auch keine Wildcard, was eigentlich die Regel wäre. Der Grund: Mit dem Titelverteidiger Lyles figuriert bereits ein zusätzlicher Amerikaner im 100-m-Feld von Tokio.

Quelle: sda
veröffentlicht: 28. August 2025 20:18
aktualisiert: 28. August 2025 20:18