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Ehammer wie 2023 Sieger der Diamond Trophy

Leichtathletik

Ehammer wie 2023 Sieger der Diamond Trophy

27. August 2025, 21:05 Uhr
Simon Ehammer wird nach dem zweiten Gewinn der Diamond Trophy von allen Seiten beglückwünscht
© KEYSTONE/EPA/MICHAEL BUHOLZER
Simon Ehammer ist der erste Schweizer, der bei Weltklasse Zürich in einer Diamond-League-Disziplin gewinnt. Nach dem Triumph nimmt er sich Zeit für ein Interview.

Simon Ehammer, was bedeutet es Ihnen, vor heimischem Publikum die Diamond Trophy gewonnen zu haben?

«Sehr, sehr viel. Im Moment bin ich noch etwas sprachlos. Es war jedes Jahr das Ziel, in Zürich zu gewinnen, egal ob es der Final in der Diamond League war oder nicht. Dass es nun auf dem Sechseläutenplatz mit diesem starken Feld geklappt hat, ist schon sehr, sehr cool. Ich war zuvor schon der einzige Schweizer Gewinner einer Diamond Trophy, nun habe ich zwei. Das ist gut. Wenn nun ein anderer eine holt, habe ich immer noch eine mehr (lacht). Nein, Spass beiseite. Als ich sie zum ersten Mal gewann, war es schon superschön, weil es historisch war. Die zweite ist jedoch noch schöner.»

Das gute Gefühl nach den Schweizer Meisterschaften in Frauenfeld hat sich mit dem Sieg bestätigt. Was sagen Sie zu Ihrem Wettkampf?

«Der erste Sprung (7,94) war souverän. Im zweiten (ein Fehlversuch) riskierte ich etwas, worauf ich im dritten (8,32) reagieren konnte. Es war mit dem Wind nicht einfach, teilweise hatte ich sogar Gegenwind. Dann ist es schwierig, zu adaptieren. Beim Sprung auf 8,32 m habe ich 15 Zentimeter verschenkt. Das zeigt, dass er technisch sehr, sehr gut war. Wenn ich das umsetzen kann, wenn ich den Balken optimal treffe, dann wird es für die anderen gefährlich an der WM.»

Zürich war die Hauptprobe für die WM. Sind Sie nun der Favorit auf Gold?

«Nein, das würde ich nicht sagen. Der Favorit bleibt Miltiadis Tentoglou (6. mit 7,66 m). Er ist Weltmeister und Doppel-Olympiasieger und weiss, wie er diesen Wettkampf einschätzen muss, auch wenn er für ihn nicht gut gelaufen ist. Aber ich glaube schon, dass ich mich mit diesem Sieg mehr in eine Mitfavoritenrolle gebracht habe. Letztendlich nutzt es aber nichts, darüber nachzudenken. Ich muss mich auf mich konzentrieren und mit der gleichen Freude und Lockerheit ans Werk gehen. Dann wird es auch in Tokio funktionieren.»

Ist die Lockerheit der Schlüssel?

«Diese ist bei mir immer der Schlüssel. Manchmal verliere ich sie, weil ich etwas zu viel will.»

Der Gewinn der Diamond Trophy ist mit einem Preisgeld von 30'000 Dollar verbunden. Gönnen Sie sich nun etwas?

«Nach der WM. Wir gehen in die Ferien, dort kann ich mir dann vielleicht etwas gönnen. Viele Trainer und Tatjana (seine Frau) sind hier, wir werden sicher etwas feiern und das Ganze geniessen. Aber es wäre schade, wenn ich morgen mit einem Kater und einer schlechten Frisur im Letzigrund-Stadion auftreten würde. Deshalb wird es eher ein gemütlicher Abend.»

Quelle: sda
veröffentlicht: 27. August 2025 21:05
aktualisiert: 27. August 2025 21:05