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Das lange Warten auf die Woche, in der alles zusammen passt

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Das lange Warten auf die Woche, in der alles zusammen passt

28. August 2025, 15:10 Uhr
Im Nebel war es am Donnerstag in Crans-Montana nicht einfach, den Durchblick zu behalten
© KEYSTONE/Valentin Flauraud
Joel Girrbach ist die Nummer 1 der Golf-Schweiz und der einzige Schweizer mit dem permanenten Startrecht auf der DP World Tour. Um die Tourkarte für 2026 kämpft der 32-jährige Thurgauer aber noch.

Am Heimturnier wird Joel Girrbach nichts geschenkt. Als erster Schweizer musste er am Donnerstag am Omega European Masters abschlagen - kurz nach halb neun. Der Start wurde wegen Regens dann zuerst verschoben. Und nach zwei gespielten Löchern erfolgte der nächste Unterbruch, diesmal wegen Nebels.

Auf seinen ersten beiden Bahnen spielte Girrbach zweimal Par. Es hätten auch zwei Birdies (1 unter Par) sein können; die Putts verfehlten das Loch zweimal ganz knapp.

Irgendwie passte die düstere Szenerie am Donnerstagvormittag zur Beziehung von Joel Girrbach zu Crans-Montana. Am grössten Schweizer Golf-Event lief es für Girrbach noch nie rund. «Erfolgreich war ich hier noch nie. Das ist definitiv so», sagte Girrbach am Mittwoch im Interview mit Keystone-SDA. «Ich hoffe, das ändert sich diese Woche.»

Zum neunten Mal schlägt Girrbach in Crans-Montana ab. Erst einmal überstand er den Cut. Und dem 68. Platz von 2022 stehen lauter Klassierungen ausserhalb der ersten 100 gegenüber. Die Gründe für die mageren Ergebnisse kennt Joel Girrbach nicht, «Ich spiele gern in Crans. Es ist das klar grösste Turnier der Schweiz. Und wir dürfen stolz darauf sein, so ein Turnier im Land zu haben. Natürlich gibt es für uns Schweizer am Heimturnier etwas mehr zu tun. Aber ich denke, ich kann das händeln. Ansonsten gehe ich dieses Turnier genau gleich an wie alle anderen.»

Auch an den übrigen Turnieren lief es dem Thurgauer diese Saison noch nicht optimal. In der Jahreswertung belegt er bloss Platz 123; nur die besten 110 holen sich die Tourkarte für 2026. «Ich spielte in der ersten Saisonhälfte zu unkonstant», so Girrbach. «Nach der Sommerpause läuft es aber besser. Und jetzt folgen ein paar grosse Turniere hintereinander, an denen es mehr Punkte zu gewinnen gibt. An diesen Turnieren brauche ich mindestens ein sehr gutes Resultat.»

Das lange Warten auf die Woche, in der alles zusammen passt, soll für Girrbach in diesen Tagen auf dem Walliser Hochplateau enden. «Denn wenn ich die Tourkarte für nächste Saison nicht schaffe, wäre das für mich ganz klar eine Niederlage.» Ans Aufgeben denkt der Schweizer aber noch lange nicht, auch wenn es mit der direkten Qualifikation über die Jahreswertung nicht klappen sollte. «Ich will so lange wie möglich auf der Tour mitspielen.»

Quelle: sda
veröffentlicht: 28. August 2025 15:10
aktualisiert: 28. August 2025 15:10