Regierung will Ausgestaltung der Schuldienstsekretariate überprüfen
Im Kanton Luzern fehlen Vorgaben oder Empfehlungen, wenn es um die Ausgestaltung der Schuldienstsekretariate geht. Lediglich eine Empfehlung der Dienststelle Volksschulbildung aus dem Jahr 1995 rät den Schulen, eine Schulpsychologiestelle in einem 100-Prozent-Pensum durch eine 30 bis 40-Prozent-Stelle im Sekretariat zu unterstützen.
Eine verbindliche Ausgestaltung der Schuldienstsekretariate sei dringend nötig, schreibt Andy Schneider (SP) in seinem Postulat. Es entlaste die Fachpersonen in ihren Kernaufgaben, so der Rothenburger, der bis Ende Januar im Kantonsparlament politisierte. Der administrative Aufwand habe in den letzten Jahren in den Schuldiensten «massiv zugenommen». Hierzu könnten die Sekretariate die Fachpersonen in den Schuldiensten entlasten.
Der Regierungsrat unterstützt das Anliegen des Vorstosses, wie er am Dienstag in seiner Antwort schrieb. Die Kantonsregierung erachtet kantonale Empfehlungen über die Mindestpensen als «hilfreich». Zur Umsetzungshilfe und zu den Richtwerten könnten sich die Schulen an den Schul- und Musikschulsekretariaten orientieren, so die Regierung.
Im Schuldienstsekretariat entfällt laut der regierungsrätlichen Antwort auf 4338 Kinder und Jugendliche eine Vollzeitstelle. Wäre künftig eine Vollzeitstelle für 3000 Lernende zuständig, wären im Kanton Luzern 15 Vollzeitstellen einzusetzen. Dies habe Kosten in der Höhe von 1,5 Millionen Franken zur Folge, so die Regierung. Diese Kosten müssten sich Kanton und Gemeinden teilen.