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Schweizer Forschungsteam entdeckt blinden Fleck in Wettermodellen

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Schweizer Forschungsteam entdeckt blinden Fleck in Wettermodellen

5. Mai 2025, 11:00 Uhr
Biologische Partikel wie Pilssporen, Pollen und Bakterien in der Luft sind einer neuen Studie zufolge für die Bildung starker Regenfälle entscheidend. (Archivbild)
© KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Pollen und Bakterien aus Wäldern in der Luft können starke Regenfälle verursachen. Das zeigten Schweizer Forschende in einer neuen Studie. In Wetter- und Klimamodellen werden solche biologischen Partikel bisher nicht berücksichtigt.

«Angesichts unserer Ergebnisse müssen Wetter- und Klimamodelle biologische Partikel unbedingt berücksichtigen», sagte Athanasios Nenes in einer Mitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) vom Montag. Dies insbesondere, da mit der Klimaerwärmung ein Anstieg diese Partikel erwartet werde.

Wolken bilden sich, wenn Wasser an Partikeln in der Atmosphäre kondensiert. Extreme Wetterereignisse hängen dabei mit der Bildung grosser Eismengen in Wolken zusammen.

Wie Forschende der EPFL in einer am Montag in der Fachzeitschrift «Climate and Atmospheric Sciences» veröffentlichten Studie zeigten, sind biologische Partikel wie Pollen, Bakterien, Pilzsporen und Pflanzenmaterial, die aus Wäldern in die Luft gelangen, sehr wirksam bei der Bildung von Eis in Wolken.

Quelle: sda
veröffentlicht: 5. Mai 2025 11:00
aktualisiert: 5. Mai 2025 11:00