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Polizeihubschrauber in Kolumbien abgeschossen - acht Tote

Kolumbien

Polizeihubschrauber in Kolumbien abgeschossen - acht Tote

21. August 2025, 23:49 Uhr
ARCHIV - Ein Polizeihubschrauber landet auf einer Kokaplantage während einer Vernichtungsaktion in Tumaco, im Südwesten Kolumbiens. Mutmaßlich Kriminelle haben im Norden von Kolumbien einen Polizeihubschrauber abgeschossen. Foto: Ivan Valencia/AP/dpa
© Keystone/AP/Ivan Valencia
Mutmassliche Kriminelle haben im Norden von Kolumbien einen Polizeihubschrauber abgeschossen. Dabei seien acht Polizisten ums Leben gekommen und acht weitere verletzt worden, teilte Präsident Gustavo Petro mit.

Hinter dem Angriff nahe der Ortschaft Amalfi im Department Antioquia soll demnach eine Splittergruppe der linken Guerillaorganisation Farc stecken.

Nach Angaben von Gouverneur Andrés Julián Rendón sind in der Region Splittergruppen der Farc und das Verbrechersyndikat Golfkartell aktiv. Zuvor hatten Sicherheitskräfte 1,5 Tonnen Kokain des Golfkartells beschlagnahmt.

Rauchsäule über der Absturzstelle

Laut einem Bericht der Zeitung «El Tiempo» hatten zwei Hubschrauber Polizeibeamte in dem Gebiet abgesetzt, die Koka-Felder zerstören sollten. Nach Hinweisen auf einen Angriff auf die Polizisten kehrten sie zurück. Dabei wurde ein Hubschrauber von einer Drohne angegriffen und stürzte ab. Gouverneur Rendón veröffentlichte auf der Nachrichtenplattform X ein Video, auf dem eine schwarze Rauchsäule über der Absturzstelle zu sehen ist.

Kolumbien ist der grösste Kokainproduzent der Welt. Zwar hat sich die Sicherheitslage nach dem 2016 zwischen der Regierung und der damals grössten Rebellengruppe Farc geschlossenen Friedensabkommen verbessert, allerdings werden noch immer Teile des Landes von illegalen Gruppen kontrolliert.

Quelle: sda
veröffentlicht: 21. August 2025 23:49
aktualisiert: 21. August 2025 23:49