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Erster Ausbruch von Hautknotenkrankheit bei Rinderherde nahe Genf

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Erster Ausbruch von Hautknotenkrankheit bei Rinderherde nahe Genf

24. August 2025, 13:05 Uhr
Im französischen Departement Ain wurde ein erster Ausbruch der Hautknotenkrankheit entdeckt. (Symbolbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Nahe der Schweizer Grenze ist im französischen Departement Ain ein erster Ausbruch der Rinder-Hautknotenkrankheit entdeckt worden. Die Rinder des infizierten Betriebes müssen geschlachtet werden. In der Schweiz gab es bislang keine Fälle dieser Krankheit.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) überwacht die Situation in «enger Zusammenarbeit» mit den französischen Behörden, wie eine Sprecherin am Sonntag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte. Die französischen Behörden hätten die genauen Koordinaten des Krankheitsausbruchs allerdings noch nicht mitgeteilt.

Bisher wurden in der Schweiz keine Fälle dieser Rinderkrankheit festgestellt. Laut dem BLV wird die Überwachungszone vorerst auch nicht ausgeweitet. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen kündigte dennoch die obligatorische Impfung von Rindern im Kanton Genf, in der Nachbarregion Terre Sainte in der Waadt und in den Walliser Regionen Champéry, Finhaut und Ferret an.

In der Überwachungszone gelten verschiedene zusätzliche Massnahmen. Im Wallis beispielsweise wurden Einschränkungen für die Rückkehr von der Sömmerung in die betroffenen Regionen verhängt.

Schlachtung hunderter Rinder in Frankreich

Die ansteckende Viruserkrankung hatte in diesem Sommer zur Schlachtung von hunderten von Rindern in Savoyen und Hochsavoyen geführt. Der neue Ausbruchsort der Hautknotenkrankheit, auch Lumpy-Skin-Disease (LSD) genannt, liegt nahe Genf. Es handle sich um den ersten LSD-Fall im Departement Ain seit der Entdeckung des ersten Ausbruchs in den Savoyen am 29. Juni 2025, wie die Präfektur in einer Mitteilung vom Sonntag schrieb.

Alle Rinder, die zu dem infizierten Herd gehören, müssten in den nächsten Tagen geschlachtet werden. Um die Ausbreitung der Krankheit auf andere Tiere zu verhindern, seien Sofortmassnahmen ergriffen worden, insbesondere die Verstärkung der Überwachung und das Verbot der Verbringung der auf der Alp befindlichen Rinder.

Mitte August waren in Frankreich 74 Ausbrüche in 39 Viehzuchtbetrieben festgestellt worden. Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, startete Frankreich am 18. Juli eine gross angelegte Impfkampagne für die 310'000 Rinder in den beiden savoyischen Departementen sowie in den angrenzenden Departementen Ain und Isère.

Die Rinderkrankheit LSD wird durch Insekten übertragen. Die Krankheit ist laut BLV für Menschen nicht gefährlich, auch nicht beim Konsum von Fleisch oder Milch. Die Krankheit stelle jedoch eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit von Rindern dar, die Fieber, Hautläsionen und schwere wirtschaftliche Folgen verursache. Die Wachsamkeit und Zusammenarbeit aller Tierhalter seien unerlässlich.

Quelle: sda
veröffentlicht: 24. August 2025 13:05
aktualisiert: 24. August 2025 13:05