Rapper Chris Brown erscheint nicht zu Anhörung zu Vergewaltigungs-Vorwürfen

Der US-Rapper Chris Brown ist nicht zu einer in Paris angesetzten Anhörung wegen Vergewaltigungsvorwürfen erschienen. Das erklärte die Anwältin des mutmasslichen Opfers heute.

Rapper Chris Brown erscheint nicht zu Anhörung zu Vergewaltigungs-Vorwürfen (Foto: KEYSTONE / AP REUTERS POOL / LUCY NICHOLSON)
Rapper Chris Brown erscheint nicht zu Anhörung zu Vergewaltigungs-Vorwürfen (Foto: KEYSTONE / AP REUTERS POOL / LUCY NICHOLSON)

Die 24-jährige Französin wirft Brown vor, sie im Januar gemeinsam mit seinem Bodyguard und einem Freund vergewaltigt zu haben. Brown weist die Vorwürfe zurück.

Nach Angaben der Frau soll sich die angebliche Gruppenvergewaltigung in der Nacht zum 16. Januar in einem Hotel im Zentrum der französischen Hauptstadt ereignet haben. Die Polizei hatte Brown und seine Begleiter damals zwar vernommen, sie aber anschliessend wieder freigelassen. Bei dem nun von der Polizei angesetzten Termin sollte der Musiker mit dem mutmasslichen Opfer "konfrontiert" werden.

Die prominente US-Anwältin Gloria Allred, die die 24-Jährige vor Gericht vertritt, bezeichnete Browns Abwesenheit als Skandal. "Glaubt er, er steht in Frankreich über dem Gesetz? Glaubt er, das französische Justizsystem ist ein Witz?", sagte sie zu Reportern.

Browns Anwalt Raphael Chiche hatte im Januar erklärt, sein Mandant beteuere "energisch" seine Unschuld und wolle eine Verleumdungsklage einreichen. Nach dem geplatzten Anhörungstermin war er für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Brown ist in den vergangenen Jahren immer wieder durch Gewalttätigkeit aufgefallen. 2009 wurde er von einem kalifornischen Gericht wegen eines Angriffs auf seine damalige Freundin, den R&B-Star Rihanna, zu fünf Jahren Haft auf Bewährung und 180 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Seine Prügelattacke sorgte damals weltweit für Schlagzeilen: Der Rapper hatte kurz vor der Grammy-Verleihung im Streit so schwer auf Rihanna eingeschlagen, dass sie ihren Auftritt bei der Gala absagen musste. Polizeifotos der verletzten Rihanna gingen um die Welt.

2014 bekannte Brown sich schuldig, in Washington einen Fan angegriffen zu haben. Zwei Jahre später wurde er von zwei Frauen in Las Vegas und Los Angeles wegen Gewalttaten angezeigt.

Brown, der mehr als 100 Millionen Platten verkauft hat, startete 2011 nach dem Angriff auf Rihanna ein Comeback mit dem Album "F.A.M.E.". Auch in mehreren Filmen spielte er mit. Seine Popularität ist weiterhin ungebrochen, bei Instagram hat Brown rund 50 Millionen Fans.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
28.05.19 13:00

Themen:

International

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